Jahresarbeit im Rahmen des Schulunterrichts (9. Klasse)
Diese Jahresarbeit wurde im Rahmen des regulären Schulunterrichts in der 9. Klasse am 13. Januar 2023 erstellt und eingereicht. Sie dokumentiert die eigenständige theoretische und methodische Auseinandersetzung mit den Funktionsprinzipien, Chancen und Limitationen Künstlicher Intelligenz.
1. EINLEITUNG
Wer heute ein neues Auto kauft, kommt um Künstliche Intelligenz (KI) nicht herum, die Künstliche Intelligenz ist überall. In Smart Home Geräten in PCs, Handys, Laptops und in Putz-Robotern. Fast jeder Haushalt hat mindestens eine Künstliche Intelligenz, meist aber nur unbewusst. Google-Chef, Sundar Pichai hat 2018 auf einer Veranstaltung in San Francisco gesagt:
Ich habe dieses Thema gewählt, da ich denke, dass die Künstliche Intelligenz zunehmend sehr wichtig für unsere Gesellschaft wird, und mir deshalb die Frage gestellt habe, ob überhaupt eine Künstliche Intelligenz schlauer werden kann als der Mensch. Und da manche Leute Angst vor der Künstlichen Intelligenz haben, weil sie denken, dass die Künstliche Intelligenz die Menschen auslöschen könnte. In dieser Arbeit will ich außerdem erklären, wie eine Künstliche Intelligenz funktioniert, so dass man versteht, warum ich zu meinem Ergebnis gekommen bin.
2. KLÄRUNG DES BEGRIFFS „KÜNSTLICHE INTELLIGENZ“
2.1. Was bedeutet „Künstliche Intelligenz“
Nun, was bedeutet „Künstliche Intelligenz“ (engl. „Artificial Intelligence“) eigentlich? Der Begriff Künstliche Intelligenz ist schwierig zu definieren, da es laut Wikipedia „an einer genauen Definition von ‚Intelligenz‘ mangelt“ [2]. Das hat vielerlei Ursachen. Die größte Ursache ist, dass sich Forscher nicht einig sind, wann jemand als intelligent gilt. Da jeder Mensch seine eigene Vorstellung davon hat, was Intelligenz bedeutet und welche Fähigkeiten als intelligent betrachtet werden, ist es schwierig, eine einheitliche Definition zu finden.
Zum Beispiel kann jemand Intelligenz mit einer hervorragenden Fähigkeit im Rechnen assoziieren, während eine andere Person Intelligenz mit einer exzellenten Kommunikationsfähigkeit in Beziehung setzt. Ein Versuch, die Intelligenz zu definieren, ist laut dem Buch „Allgemeinbildung Künstliche Intelligenz Risiko und Chance“:
Also ist eine KI laut dem gleichen Buch der „[...] Versuch, rationale bzw. kognitive menschliche Intelligenz auf (technischen) Maschinen zu simulieren.“ [3] Vereinfacht gesagt ist es der Versuch, dass ein Computer dank Programmierung die Welt mit allen Sinnen erfährt und mit ihr interagiert wie der Mensch. Und daraus ein mindestens gleich gutes Verständnis der Welt durch selbstständiges Lernen ableitet. Das heißt, die KI muss die Welt verstehen, daraus lernen und mit ihr adäquat interagieren.
2.2. Wo wird die KI verwendet
Die KI verwendet man z.B., um dem Arzt bei der Diagnose, Überwachung und Behandlung von Patienten sowie der Verwaltung von medizinischen Aufzeichnungen zu helfen. Sie kann auch bei der Entwicklung neuer Medikamente oder Impfstoffe sowie bei der Erforschung von Virusübertragungen unterstützen. Die KI wird in China auch zur Überwachung von Personen eingesetzt. Mithilfe von Überwachungskameras und KI-Systemen kann China jede Person filmen und ihr Verhalten beurteilen. Die KI kann dann anhand dieses Verhaltens Punkte vergeben und feststellen, ob das Verhalten gut oder schlecht ist.
Die KI hilft aber nicht nur bei der Medizin oder dem Staat, sondern auch im alltäglichen Leben: Z.B. wenn man bei Google Lens ein Objekt fotografiert, sucht die KI das passende Ergebnis aus der Datenbank, oder wenn man bei Google Fotos „Katze“ eintippt, sucht die KI das passende Foto aus dem Fotoalbum. Dank der von Google entwickelten KI namens BERT (Bidirectional Encoder Representations from Transformers) kann Google nun seit 2019 viel präziser seine Suchanfragen beantworten, da Google durch BERT genauer weiß, was der Benutzer im Internet finden möchte [4].
Auch Streaming-Dienste wie YouTube, Spotify, Netflix oder Amazon Prime Video verwenden eine KI. Denn durch die KI können die Plattformen mit gesammelten Daten interessantere Inhalte für die Nutzer anzeigen. Mit einer KI kann man aber auch Bilder aus Texten generieren, zum Beispiel mit der KI „Midjourney“, welche am 13.07.2022 veröffentlicht wurde und in den Medien für große Aufmerksamkeit gesorgt hat (siehe Beispielbilder in der KI-Galerie). Eine weitere KI, die 2022 für große Aufmerksamkeit gesorgt hat, ist „ChatGPT“, welches mit einer Person kommunizieren, Programmcode schreiben oder Fehler lösen, Hausaufgaben lösen oder Gedichte verfassen und analysieren kann.
2.3. Wie ist der Begriff „KI“ entstanden
Der Begriff Künstliche Intelligenz ist im Sommer 1956 bei einer Konferenz am Dartmouth College im US-Bundesstaat New Hampshire entstanden. Die Wissenschaftler waren der Ansicht, dass die Aspekte des Lernens sowie die Merkmale der menschlichen Intelligenz auf Maschinen simuliert werden können. Dabei schlug der Programmierer John McCarthy den Begriff „Künstliche Intelligenz“ vor [5].
Seitdem hat sich der Begriff „Künstliche Intelligenz“ zu einem weit verbreiteten Terminus entwickelt, der in vielen Bereichen der Informatik und Technologie verwendet wird.
3. WELCHE ARTEN VON KI GIBT ES
3.1. Schwache und starke KI
Es gibt bei einer KI zwei verschiedene Arten: eine schwache und eine starke KI. Die schwache KI ist jene, die zurzeit in allen bestehenden Systemen verwendet wird, da eine Realisierung einer starken KI noch nicht in greifbarer Nähe liegt.
Aber was ist der Unterschied zwischen einer schwachen und starken KI, und warum ist eine starke KI noch nicht realisierbar?
Eine schwache KI ist für ein bestimmtes Aufgabenfeld begrenzt und dafür trainiert (z.B. Erkennung von Gesichtern auf Fotos), weswegen sie keine anderen Probleme lösen kann. Auf der Website der THWS (Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt) wird die schwache KI sehr treffend beschrieben:
Eine starke KI hingegen ist eine, die selbst Emotionen, Gefühle und künstliches Bewusstsein entwickelt:
Neben der Einteilung in schwache und starke KI lässt sich die KI präziser in vier fundamentale Typen unterteilen:
Reaktive Maschinen (Reactive Machines)
Sie ist sozusagen der Urtyp der schwachen KI. Eine reaktive Maschine kann nur eine einzige Aufgabe, auf die sie programmiert wurde, lösen. Ein Beispiel für eine reaktive Maschine ist der Schachcomputer DeepBlue von IBM. 1997 besiegte er den amtierenden Schachweltmeister Kasparov in einem Match, indem er in der Lage war, alle möglichen Züge zu analysieren (bis zu 200 Millionen Stellungen pro Sekunde), um den schnellsten Weg zum Schachmatt zu wählen. Damit war er auf seinem Gebiet unschlagbar, allerdings auf anderen Gebieten völlig unbrauchbar.
Limited Memory KI (Begrenztes Gedächtnis)
Gehört auch zur schwachen KI. Im Gegensatz zu Reactive Machines ist sie in der Lage, gesammelte Daten früherer Ereignisse auf die aktuelle Situation anzuwenden und in ihre Entscheidungen einzubeziehen. Ein Beispiel für KI dieses Typs sind selbstfahrende Autos, die „wissen“, wie sich andere Verkehrsteilnehmer normalerweise verhalten, wie Menschen oder Radfahrer aussehen, und die Verkehrsregeln kennen. Wenn sie mit neuen, zuvor unbekannten Situationen konfrontiert werden, speichert die Limited Memory KI diese Informationen und weiß in zukünftigen, ähnlichen Situationen, wie sie reagieren sollte. KI des Typ 2 ist heute die gängigste Form von KI und man trifft sie häufig in Form von Smartphone-Assistenten (Google, Alexa, Siri), bei der Google-Suche oder in den Empfehlungs-Feeds sozialer Netzwerke (z.B. YouTube, TikTok, Instagram).
Theorie des Geistes (Theory of Mind)
Von Typ 3 träumen die Wissenschaftler noch; sie nennt sich „Theorie des Geistes“ (Theory of Mind). Theory of Mind KI gehört zur starken KI und existiert daher derzeit nur in der Theorie. Sie soll in der Lage sein, menschliche Emotionen zu erkennen und zu verstehen, um ihr Verhalten entsprechend anzupassen. Sie wird auch die Fähigkeit haben, Erfahrungen und Informationen zu speichern und ihre Vorstellungen von der Welt aufgrund von Gelerntem zu vergrößern. Diese Art von KI stellt für die Wissenschaft noch immer eine gigantische Herausforderung dar, da Emotionen und zwischenmenschliche Interaktionen höchst komplex sind und es noch unklar ist, ob sie technisch überhaupt nachgebildet werden können.
Selbstbewusstsein (Self-Awareness)
Der vierte und letzte Typ der KI ist wie Typ 3 unter Wissenschaftlern stark umstritten, ob er überhaupt jemals realisierbar ist. Solche Systeme sollen Emotionen und Absichten nachvollziehen können und danach eigenständig handeln. Die KI entwickelt sich von „Ich denke“ zu „Ich weiß, dass ich denke“ und soll dadurch an die menschliche Intelligenz heranreichen [8].
3.2. Beispiel einer schwachen KI
Aber wie gut sind schwache KIs und was können sie leisten?
Betrachtet man Konversationen mit „ChatGPT“ [9] (entwickelt von OpenAI), sieht man eine KI, die menschenähnliche Texte generiert, indem sie auf eine gigantische Menge von Sprachdaten zugreift und daraus Muster und statistische Regeln lernt. Auf der anderen Seite steht „Mitsuku“ [10] (entwickelt von Pandorabots), welche den renommierten Loebner-Preis in den Jahren 2016 bis 2019 mehrfach gewann [11].
Obwohl beide Chatbots schwache KIs sind, ist deutlich zu erkennen, dass Mitsuku hervorragend menschenähnliche Konversationen führen kann. Trotz dessen merkt man nach längerer Zeit Chatten, dass es sich um ein Programm handelt. Mitsuku antwortet geschickt auf Fragen und stellt Gegenfragen.
ChatGPT wiederum antwortet auf persönliche Fragen wie „Wie geht es dir?“ nüchtern: „Ich bin ein Computerprogramm und habe keine Gefühle oder Empfindungen.“ Allerdings ist ChatGPT im Falle konkreter Wissens- und Programmierfragen viel präziser.
Jedoch erzeugt ChatGPT auch Fehler („Halluzinationen“), welche auf den ersten Blick plausibel aussehen. Wenn man ChatGPT beispielsweise bittet, ein einfaches Flappybird-Spiel in HTML, CSS und JavaScript zu schreiben, generiert es zwar Code, der jedoch im Browser oft nicht auf Anhieb fehlerfrei läuft (in reinem Python funktionierte es). Zudem existieren manche von Sprachmodellen erfundene Zitate und Quellenangaben in der Realität gar nicht.
4. WIE FUNKTIONIERT EINE KI
4.1. Maschinelles Lernen
Die Technik, mit der die KI lernt wie ein Mensch zu denken, fasst man unter dem Begriff Machine Learning (dt. Maschinelles Lernen, ML) zusammen. Fast alle modernen Formen von KI basieren auf Machine-Learning-Algorithmen. Laut Microsoft ist Machine Learning:
Dabei funktioniert ML immer nach dem gleichen Prinzip: Die Eingabe von Daten mit bekannten Zusammenhängen, um durch das „Lernen“ von Strukturen diese später auf unbekannte Zusammenhänge anwenden zu können [13]. Im Gegensatz zu klassischer Software, die durch starre Befehlsabfolgen Aufgaben erfüllt, wird Machine Learning durch die Verwendung sehr großer Datenmengen trainiert.
4.2. Drei Lernstile des Maschinellen Lernens
Beim maschinellen Lernen existieren drei fundamentale Lernparadigmen: Überwachtes Lernen (Supervised Learning), Unüberwachtes Lernen (Unsupervised Learning) und Verstärkendes Lernen (Reinforcement Learning).
A. Überwachtes Lernen (Supervised Learning)
Beim überwachten Lernen werden Trainings- und Testdaten mit eindeutigen Zielwerten (Labels) verwendet. Beispielsweise werden Bilder von Katzen und „Katzen mit Beute“ genutzt, die explizit gelabelt sind:
Erreicht das Modell auf den Trainingsdaten eine hohe Erfolgsquote (realistisch sind 70% bis 97%), wird es auf neuen, unbekannten Daten (Validierungsset) getestet. Gängige Verfahren sind neuronale Netze, Naive Bayes, lineare und logistische Regression, Random Forests und Support Vector Machines (SVM) [15].
B. Unüberwachtes Lernen (Unsupervised Learning)
Hier besitzen die Eingangsdaten keine Labels oder vordefinierten Ergebnisse. Der Algorithmus sucht eigenständig nach verborgenen Mustern, Ähnlichkeiten und Strukturen (z.B. Clustering):
Typische Algorithmen sind K-Means Clustering, probabilistisches Clustering und selbstorganisierende neuronale Netze.
C. Verstärkendes Lernen (Reinforcement Learning)
Das verstärkende Lernen basiert auf einem Belohnungsprinzip:
Ein Agent führt in einer Umgebung Aktionen aus und erhält positive oder negative Rückmeldungen (Belohnung/Strafe). Wichtige Algorithmen sind Q-Learning, SARSA und Deep Q-Networks (DQN).
4.3. Deep Learning und Künstliche Neuronale Netze
Deep Learning ist laut datasolut.com „[...] einfach nur ein spezieller Teilbereich des maschinellen Lernens. Es imitiert das menschliche Lernverhalten mittels großer Datenmengen.“ [13] Das System verknüpft Erlerntes fortlaufend mit neuen Inhalten und lernt autonom weiter, ohne dass der Mensch jeden Zwischenschritt vorgibt.
Dabei verwendet man Künstliche Neuronale Netze (KNN). Diese simulieren Nervenzellen (Neuronen) als mathematische Knoten, die in vielen Schichten (Layers) hinter- und übereinander angeordnet sind. Jeder Knoten besitzt einen Schwellenwert. Reicht die Summe der Eingangssignale aus, wird das Signal an die nächste Schicht weitergeleitet. Weicht das Ergebnis vom Sollwert ab, werden die Gewichtungen (Schwellenwerte) über Backpropagation schrittweise korrigiert [17][18].
Hierbei ist jedoch eine fundamentale wissenschaftliche Tatsache zu betonen: Laut Thomas Südhof, Nobelpreisträger für Medizin 2013 für die Entschlüsselung des molekularen Transportsystems im Gehirn, wissen wir nur sehr wenig über unser biologisches Gehirn:
Ein KNN ahmt somit lediglich die mathematische Signalweiterleitung eines winzigen, verstandenen Bruchteils unseres Gehirns nach, ist jedoch keinesfalls in der Lage, die übrigen 95% der unbekannten neurobiologischen Prozesse zu replizieren.
4.4. Praxisbeispiel von Maschinellem Lernen
Beispiele für ML im Alltag sind Gesichtserkennung, Malware-Erkennung, Röntgenbildanalysen, Spamfilter und Wettervorhersagen.
Um maschinelles Lernen nicht nur theoretisch, sondern in der praktischen Hardware zu verstehen, habe ich eine KI-Katzenklappe entwickelt. Mittels TensorFlow und Convolutional Neural Networks unterscheidet das System in Echtzeit, ob eine Katze eine Maus im Mund trägt oder nicht, und steuert daraufhin mechanische Servoriegel an.
5. WO LIEGEN DIE GRENZEN DER KI
Die KI ist herausragend in Aufgaben, die höchste Präzision und Genauigkeit erfordern, wie etwa bei der Datenanalyse, Erkennung wiederkehrender Muster oder Vorhersage von Zahlenreihen. Doch wo liegen ihre harten Grenzen?
Das Hauptproblem der KI ist: Sie besitzt weder Inspiration, echte Entdeckungsfähigkeit noch schöpferische Kreativität. Eine KI trifft Entscheidungen und Berechnungen ausschließlich auf Basis mathematischer Wahrscheinlichkeiten und vergangener Trainingsdaten. Sie kann keine unzusammenhängenden, unlogischen Elemente schöpferisch miteinander verknüpfen, um wahrhaft Neues zu erschaffen.
Ein weiteres zentrales Problem ist das sogenannte AI-Alignment. Prof. Kristian Kersting (Leiter für KI und Maschinelles Lernen an der TU Darmstadt) formuliert dies so:
Da KIs aus menschlichen Texten und Daten lernen, übernehmen sie unweigerlich menschliche Vorurteile und Stereotype. Wenn Trainingsdaten einseitig sind, reproduziert das Modell diese Fehler blind. Es ist daher unerlässlich, Trainingsdaten akribisch zu kuratieren, um ethische Ausrichtungen sicherzustellen.
6. FAZIT: KANN EINE KI SCHLAUER WERDEN ALS DER MENSCH?
MEINE ANTWORT AUF DIESE FRAGE LAUTET: JEIN.
Die Antwort hängt entscheidend vom Anwendungsbereich ab: In spezifischen, eng abgegrenzten Aufgaben ist die KI dem Menschen bereits heute weit überlegen – in ganzheitlicher, menschlicher Intelligenz, echtem Verständnis und Bewusstsein hingegen nicht.
In spezialisierten Bereichen (Ja): Bei der Verarbeitung gigantischer Datenmengen, komplexen mathematischen Berechnungen, Mustererkennung, strategischen Spielen wie Schach oder Go sowie der Analyse medizinischer Bilddaten übertrifft die KI die menschliche Leistungsfähigkeit bei weitem. In diesen isolierten Domänen arbeitet sie millionenfach schneller, präziser und ohne Ermüdung.
In ganzheitlicher menschlicher Intelligenz (Nein): Eine KI denkt nicht im menschlichen Sinne, sondern berechnet statistische Wahrscheinlichkeiten auf Basis von Trainingsdaten. Sie besitzt kein Bewusstsein, keine Emotionen, keinen gesunden Menschenverstand (Common Sense) und keine echte schöpferische Intuition. Zudem verstehen wir das menschliche Gehirn selbst erst zu einem Bruchteil, weshalb ein biologisch gleichwertiges Bewusstsein technisch nicht existiert.
Eine KI besitzt weder ein eigenes Innenleben noch einen eigenen Willen oder intrinsische Motivationen. Ohne den Menschen, der sie mit Strom, Daten, Aufgaben und ethischen Leitplanken versorgt, ist sie nicht aus eigener Kraft existenz- oder handlungsfähig. Befürchtungen, eine KI könnte die Menschheit aus eigenem Antrieb verdrängen, sind daher unbegründet. Reale Gefahren entstehen vielmehr dann, wenn Menschen der KI unkritisch Macht übertragen oder fehlerhafte Trainingsdaten einsetzen.
Künstliche Intelligenz ist somit kein Ersatz für den Menschen, sondern das mächtigste Werkzeug unserer Zeit. Sie wird unsere Arbeitswelt und Gesellschaft revolutionieren – ähnlich wie die Erfindung der Elektrizität oder des Internets.
Fazit: Die KI ist in Teilbereichen bereits „schlauer“ als der Mensch – die ganzheitliche menschliche Urteilskraft, Empathie und schöpferische Verantwortung bleibt jedoch unersetzbar.
LITERATURVERZEICHNIS
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01
scriptbakery: Caroline Breitfelder, Wie verändert KI die Arbeitswelt der Zukunft?, 2020. Link ↗
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02
Wikipedia: Max Kulturmensch et al., Künstliche Intelligenz, 2022. Link ↗
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03
Ralf Otte: Allgemeinbildung Künstliche Intelligenz Risiko und Chance, 2021.
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04
evoluce: Sabine Herfurtner, BERT AI verbessert Google Assistant, 2022. Link ↗
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05
Bosch: Dr. Tanja Rückert, Die Geschichte der Künstlichen Intelligenz, 2018. Link ↗
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06
Informatik Aktuell: Andrea Held, John McCarthy, 2019. Link ↗
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07
THWS: Prof. Dr. Robert Grebner, Schwache vs. Starke KI – eine Definition, 2021. Link ↗
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08
hrfernsehen: Gabriele Holzner, Was bringt uns die KI? Übernehmen jetzt die Maschinen? | Doku, 23.05.2022. Link ↗
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09
OpenAI: Sam Altman et al., ChatGPT: Optimizing Language Models for Dialogue, 30.11.2022. Link ↗
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10
Wikiwand: Pintsknife et al., Mitsuku, 22.12.2020. Link ↗
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11
Wikipedia: Drahreg01 et al., Loebner-Preis, 30.11.2022. Link ↗
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12
Microsoft: Johanna Ronsdorf, Microsoft erklärt: Was ist Machine Learning?, 24.03.2020. Link ↗
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13
datasolut: Laurenz Wuttke, Machine Learning vs. Deep Learning: Wo ist der Unterschied?, 2020. Link ↗
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14
Green Hat Academy: Florian Dalwigk, KÜNSTLICHE INTELLIGENZ vs. MACHINE LEARNING vs. DEEP LEARNING, 24.08.2020. Link ↗
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15
IBM Cloud Education: Arvind Krishna, Methoden des maschinellen Lernens, 15.07.2020. Link ↗
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16
IONOS: Markus Kadelke, Reinforcement Learning – wenn Maschinen Denken lernen, 09.06.2020. Link ↗
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17
Kompetenzzentrum Öffentliche IT: Prof. Dr.-Ing. Reimund Neugebauer, Neuronale Netze, 2023. Link ↗
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18
Wikipedia: Relation et al., Neuronales Netz, 15.04.2021. Link ↗
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19
Microsoft: Johanna Ronsdorf, Microsoft erklärt: Was ist Deep Learning?, 09.04.2020. Link ↗
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20
ScienceORF: Ruth Hutsteiner, „Wir wissen maximal fünf Prozent“ (Interview mit Thomas Südhof), 17.03.2016. Link ↗
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